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Prozedurenregeln

Die folgenden Prozedurenregeln stehen als Vorlage zur Generierung von Prozeduren gemäß Psychiatrie OPS 2011 zur Verfügung.

Prozedurenregel P3 (OPS 1-903.x)

  • Einrichtungen im Geltungsbereich §17d KHG
  • Diagnostischer Einzelkontakt von mind. 2 Stunden/Tag an einem bis max. sechs Tagen
  • Dokumentation pro Fall

Die Prozedurenregel P3 addiert die Tage, an denen ein diagnostischer Einzelkontakt von mindestens 2 Stunden pro Tag über die Leistungserfassung dokumentiert ist und erzeugt eine entsprechende Prozedur 1-903.x. Die letzte Stelle der Prozedur verschlüsselt dabei die Anzahl der Tage (bis max. 6), an denen die diagnostische Maßnahme erfolgt ist.

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (nicht zeitbasiert)
    • ohne Angabe einer Mengeneinheit im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl der erbrachten Leistungen von mind. 2h/Tag
    • die Prozedurenregel summiert die dokumentierten Einzelleistungen mit Menge >= 1, wobei nur eine Leistung pro Tag berücksichtigt wird
  • Zeitpunktleistung (zeitbasiert)
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl von Minuten der Leistungserbringung
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen pro Tag und zählt diese Ereignisse als eine Leistungserbringung im Sinne der OPS 1-903.x, wenn die Tagessumme mehr als 2 Stunden beträgt
  • Zeitraumleistung
    • Mengeneinheit = h im Leistungsstamm
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung
    • keine zeitlichen Überschneidungen der einzelnen Leistungen erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen pro Tag und zählt diese Ereignisse als eine Leistungserbringung im Sinne der OPS 1-903.x, wenn die Tagessumme mehr als 2 Stunden beträgt

Customizing

  • Bezug = Fall: die generierte Prozedur erhält Datum und Zeit der Aufnahmebewegung

Beispiel

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Prozedurenregel P4 (OPS 9-980.x bis 9-983.x )

  • Einrichtungen im Anwendungsbereich der Psych-PV
  • Abbildung der einzelnen Behandlungsbereiche der Psych-PV zu Beginn der Behandlung und jedem Wechsel des Behandlungsbereichs
  • Dokumentation pro Bewegung

Die Prozedurenregel P4 bildet als Leistungen dokumentierte 1:1-Zuordnungen zu den Psych-PV OPS 9-980.x bis 9-983.x ab. Dabei müssen diese Prozeduren bei Behandlungsbeginn und dem Wechsel des Bereichs angegeben werden. Die beiden variablen Positionen der Prozedur bilden die verschiedenen Bereiche der Psych-PV (Allgemeine Psychiatrie, Abhängigkeitskranke, Gerontopsychiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie) sowie die Art der Therapie (Regelbehandlung, Intensivbehandlung,....) ab.

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung oder Zeitraumleistung
  • Die Prozedurenregel berücksichtigt jede dokumentierte Einzelleistung und generiert daraus den hinterlegten OPS-Code.

Customizing

  • Bezug = Bewegung: die generierte Prozedur erhält Beginn- und Endedatum bzw. -zeit der Bewegung, die der entsprechenden Leistung zugeordnet ist

Beispiel

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Prozedurenregel P5 (OPS 9-60y.z bis9-63y.z)

Die Prozedurenregel P5 bildet als Leistungen dokumentierte therapeutische Maßnahmen von Ärzten, Psychologen, Therapeuten und Fachpflegekräften in Regel- und Intensivbetreuung von Erwachsenen ab. Die therapeutischen Maßnahmen werden dabei in Intervallen von 7 Tagen je Leistungserbringer summiert und in eine differenzierte OPS 9-6xy.z überführt. In den variablen Angaben werden die folgenden Informationen abgebildet:

  • x: Typ der Leistungserbringung (Regel-, Intensivbehandlung, psychotherapeutische Komplexbehandlung, psychosomatisch- psychotherapeutische Komplexbehandlung)
  • y: Rolle des Leistungserbringers (Arzt, Psychologe, Therapeut, Fachpflege)
  • z: Umfang der Leistungserbringung (Therapieeinheiten je 7-Tage-Periode)

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (nicht zeitbasiert)
    • Mengeneinheit im Leistungsstamm = TE (Therapieeinheit)
    • Menge = Anzahl der erbrachten Therapieeinheiten
    • die Prozedurenregel summiert die Therapieeinheiten der dokumentierten Einzelleistungen je Typ der Leistungserbringung, Rolle und 7-Tage-Periode
  • Zeitpunktleistung (zeitbasiert)
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl von Minuten der Leistungserbringung
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen >= 25 min. je Typ der Leistungserbringung, Rolle und 7-Tage-Periode
  • Zeitraumleistung
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung
    • keine zeitlichen Überschneidungen der einzelnen Leistungen erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen >= 25 min. je Typ der Leistungserbringung, Rolle und 7-Tage-Periode
  • Die Dokumentation der parallelen Leistungserbringung von mehreren Rollen im selben Zeitraum ist dadurch möglich, dass bei der Einzelleistung bis zu 12 Rollen dokumentiert werden können, die von der Prozedurenregel berücksichtigt werden. Dabei werden Leistungen ohne mindestens eine Rollenangabe nicht berücksichtigt.

Customizing

  • Vewenden Sie jeweils eine getrennte Leistung für Einzeltherapie (Faktor 1) und die verschiedenen Gruppengrößen der Gruppentherapie (Faktoren 0,25, 0,125 und 0,083). Ein Eintrag ohne Faktor wird mit Faktor 1 bewertet.
  • Bezug = 7 Tage: die generierte Prozedur erhält das Beginndatum des ersten Tages der berechneten Periode. Die Beginnzeit ist bei der ersten Periode die Aufnahmezeit, bei den weiteren Perioden 1 Sekunde nach Mitternacht
  • Rolle
    • die Rolle des Leistungserbringers sowie Typ der Leistungserbringung (Regel-, Intensivbehandlung, psychotherapeutische oder psychosomatisch- psychotherapeutische Komplexbehandlung) müssen angegeben werden
    • Für die OPS-Bereiche 9-60, 9-61, 9-62 werden die Therapieeinheiten von Ärzten und Psychologen sowie Spezialtherapeuten und Pflegefachkräften gemeinsam gezählt (nicht jedoch für den OPS-Bereich 9-63!). Die Prozedurenregel P5 fasst die Therapieeinheiten der entsprechenden Rollen automatisch zusammen, erwarten jedoch im Customizing nur noch die Angabe der Rolle Arzt (stellvertretend für Arzt und Psychologe) sowie Therapeut (stellvertretend für Spezialtherapeut und Pflegefachkraft)
  • Intensität: Hinterlegen Sie hier die Anzahl der dokumentierten Intensivmerkmale zur Abbildung der ab dem Jahr 2011 zusätzlich eingeführten Dimension bei der Intensivbehandlung von Erwachsenen im OPS-Bereich 9-61

Weitere Merkmale der Prozedurenregel P5

  • Es werden nur zusammenhängende Therapieeinheiten von mindestens 25 min. für die Ermittlung einer Prozedur gezählt. Beachten Sie hierzu, dass Sie bei der Verwendung von Zeitpunktleistungen mit Minutenangaben, für die Mengenheit ‚Minute‘ im Customizing der Mengeneinheiten die Dimension ‚Zeit‘ hinterlegen.
  • Der Wechsel von Regel-, Intensiv- und Komplexbehandlung triggert jeweils den Beginn einer neuen 7-Tages-Periode.
  • Die Einführung einer neuen Dimension im OPS-Bereich 9-61 (Intensivbehandlung von Erwachsenen) in Abhängigkeit von der Anzahl der dokumentierten Intensivmerkmale führt zu wesentlichen Änderungen in diesem Bereich. Die Prozedurenregel P5 zählt die Anzahl der für einen bestimmten Zeitraum dokumentierten Klassifikationsmerkmale mit der internen Klassifikationsart ‚54‘ (Pflegekategorie Intensiv) und wertet im Customizing die im Merkmal ‚Intensität‘ hinterlegten Grenzen der Merkmalsanzahl aus ( 1, 3, 5). Der Typ der Leistungserbringung bei der einzelnen Leistung wird nicht mehr ausgewertet. Beachten Sie, dass zur besonderen Berücksichtigung des Intensivmerkmals ‚Gesetzliche Unterbringung‘, dieses Merkmal mit der internen Klassifikationsart ‚60‘ (Gesetzliche Unterbringung) verknüpft sein muss.
  • Bedingt durch eine Ausweitung der Komplexprozeduren sowie einer geänderten Logik ihrer Ableitung, können diese Prozeduren aus dem Bereich 9-62 und 9-63 nicht programmtechnisch aus den Prozeduren des Bereichs 9-61 und 9-62 abgeleitet werden. Damit wird für diese Prozeduren ein eigenständiges Customizing unter Verwendung der neuen Typen der Leistungserbringung G und H vorgesehen. Gleichzeitig muss bei der Erfassung einzelner Intensivleistungen der entsprechende Typ der Leistungserbringung erfasst werden. Alternativ wird empfohle, eine Fallklassifikation unter Verwendung der internen Klassifikationsarten ‚61‘ (psychotherapeutische Komplexbehandlung) bzw. ‚62‘ (psychosomatisch-psychotherapeutische Komplexbehandlung) zur Kennzeichnung zu verwenden. Beachten Sie, dass der §301-Fachabteilungsschlüssel zur Kennzeichnung von Psychotherapie bzw. Psychosomatik in 2011 nicht mehr ausgewertet wird!
  • Die im OPS 2011 geforderte Dokumentation von ‚0 Therapieeinheiten pro 7 Tage‘ für die Regel- und Intensivbehandlung von Erwachsenen erfordert zusätzliches Customizing auch für diese Prozeduren mit der Menge 0. Beachten Sie, dass Sie diese Einträge auch für das entsprechende Customizing der Gruppenleistungen vornehmen.

Beispiele

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Prozedurenregel P6 (OPS 9-640.0z)

  • Zusatzkodes nur in Verbindung mit 9-60, 9-61, 9-62 oder 9-63
  • 1:1 Betreuung von mind. 2 Stunden/Tag abgestuft bis 24 Stunden/Tag
  • Dokumentation pro Tag

Die Prozedurenregel P6 bildet den als Leistung dokumentierten erhöhten Betreuungsaufwand einer 1:1-Betreuung pro Tag als OPS 9-640.0z ab. Die variable Position der Prozedur verschlüsselt dabei den zeitlichen Aufwand in Stundenbereichen pro Tag.

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (zeitbasiert)
    • Mengeneinheit = min. oder h im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl von Minuten oder Stunden der Leistungserbringung
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen pro Tag und zählt diese Ereignisse als eine Leistungserbringung im Sinne der OPS 9-640.0z
    • falls bei der Leistungserfassung kein Typ der Leistungserbringung angegeben wird, wird eine 1:1-Betreuung angenommen
  • Zeitraumleistung
    • Mengeneinheit = h im Leistungsstamm
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung
    • keine zeitlichen Überschneidungen der einzelnen Leistungen erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen pro Tag und zählt diese Ereignisse als eine Leistungserbringung im Sinne der OPS 9-640.0z
    • falls bei der Leistungserfassung kein Typ der Leistungserbringung angegeben wird, wird eine 1:1-Betreuung angenommen

Customizing

  • Bezug = Tag: die generierte Prozedur erhält Datum und Zeit der tagesbezogenen Einzelleistung
  • der Typ der Leistungserbringung (1:1-Betreuung) muss angegeben werden

Beispiel

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Prozedurenregel P7 (OPS 9-65y.z und 9-66y.z)

  • Regelbehandlung Kinder/Jugendliche OPS 9-65y.z/9-66y.z
  • Kodierung in Abhängigkeit von der am Leistungsgeschehen beteiligten Berufsgruppen (Arzt/Psychologe, Spezialtherapeut/Pflegefachkraft)
  • Leistungserbringung unter Berücksichtigung von Therapieeinheiten (25 min) in Einzel- oder Gruppentherapie
  • Dokumentation pro 7-Tage-Einheiten

Die Prozedurenregel P7 bildet als Leistungen dokumentierte therapeutische Maßnahmen von Ärzten, Psychologen, Therapeuten und Fachpflegekräften in der Regelbehandlung von Kindern (Bereich 9-65) und Jugendlichen (Bereich 9-66) ab. Die therapeutischen Maßnahmen werden dabei in Intervallen von 7 Tagen je Leistungserbringer summiert und in eine differenzierte OPS 9-65y.z bzw. 9-66y.z überführt. In den variablen Angaben werden die folgenden Informationen abgebildet:

  • y: Rolle des Leistungserbringers (Arzt/Psychologe, Therapeut/Fachpflege)
  • z: Umfang der Leistungserbringung (Therapieeinheiten je 7-Tage-Periode)

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (nicht zeitbasiert)
    • Mengeneinheit im Leistungsstamm = TE (Therapieeinheit)
    • Menge = Anzahl der erbrachten Therapieeinheiten
    • die Prozedurenregel summiert die Therapieeinheiten der dokumentierten Einzelleistungen je Rolle und 7-Tage-Periode
  • Zeitpunktleistung (zeitbasiert)
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl von Minuten der Leistungserbringung
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen >= 25 min. je Rolle und 7-Tage-Periode
  • Zeitraumleistung
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung
    • keine zeitlichen Überschneidungen der einzelnen Leistungen erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen >= 25 min. je Rolle und 7-Tage-Periode
  • Die Dokumentation der parallelen Leistungserbringung von mehreren Rollen im selben Zeitraum ist dadurch möglich, dass bei der Einzelleistung bis zu 12 Rollen dokumentiert werden können, die von der Prozedurenregel berücksichtigt werden. Dabei werden Leistungen ohne mindestens eine Rollenangabe nicht berücksichtigt.

Customizing

  • Vewenden Sie jeweils eine getrennte Leistung für Einzeltherapie (Faktor 1) und die verschiedenen Gruppengrößen der Gruppentherapie (Faktoren 0,5, 0,333 und 0,2). Ein Eintrag ohne Faktor wird mit Faktor 1 bewertet.
  • Bezug = 7 Tage: die generierte Prozedur erhält das Beginndatum des ersten Tages der berechneten Periode. Die Beginnzeit ist bei der ersten Periode die Aufnahmezeit, bei den weiteren Perioden 1 Sekunde nach Mitternacht
  • Rolle
    • Die Rolle des Leistungserbringers muss angegeben werden
    • Die Therapieeinheiten von Ärzten und Psychologen sowie Spezialtherapeuten und Pflegefachkräften werden gemeinsam gezählt. Die Prozedurenregel P7 fasst die Therapieeinheiten der entsprechenden Rollen automatisch zusammen, erwarten jedoch im Customizing nur noch die Angabe der Rolle Arzt (stellvertretend für Arzt und Psychologe) sowie Therapeut (stellvertretend für Spezialtherapeut und Pflegefachkraft)

Weitere Merkmale der Prozedurenregel P7

  • Es werden nur zusammenhängende Therapieeinheiten von mindestens 25 min. für die Ermittlung einer Prozedur gezählt. Beachten Sie hierzu, dass Sie bei der Verwendung von Zeitpunktleistungen mit Minutenangaben, für die Mengenheit ‚Minute‘ im Customizing der Mengeneinheiten die Dimension ‚Zeit‘ hinterlegen.

Beispiele

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Prozedurenregel P8 (OPS 9-67x.yz)

Die Prozedurenregel P8 bildet die mit Hilfe von Leistungen dokumentierte Intensivbehandlung von Kindern und Jugendlichen ab. Die therapeutischen Maßnahmen werden dabei in Intervallen von 7 Tagen je Leistungserbringer summiert und in eine differenzierte OPS 9-67x.yz überführt. In den variablen Angaben werden die folgenden Informationen abgebildet:

  • x: Typ der Leistungserbringung (Kleinstgruppe oder Einzelbetreuung)
  • y: Intensität der Leistungserbringung (Zeiträume pro Tag je 7-Tage-Periode)
  • z: Anzahl der Tage der Leistungserbringung innerhalb einer 7-Tage-Periode

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (zeitbasiert)
    • Mengeneinheit = h im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl von Stunden der Leistungserbringung
    • die Prozedurenregel summiert die Menge der dokumentierten Einzelleistungen. Es werden auch mehrere Leistungen pro Tag addiert.
  • Zeitraumleistung
    • Mengeneinheit = h im Leistungsstamm
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung
    • keine zeitlichen Überschneidungen der einzelnen Leistungen erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen pro Tag
  • Die Einzelmengen der Leistung werden pro Tag, Typ der Leistungserbringung und Intensität zu Einheiten von 7 Tagen zusammengeführt.

Customizing

  • Bezug = 7 Tage: die generierte Prozedur erhält das Beginndatum des ersten Tages der berechneten Periode. Die Beginnzeit ist bei der ersten Periode die Aufnahmezeit, bei den weiteren Perioden 1 Sekunde nach Mitternacht
  • als Typ der Leistungserbringung muss entweder ‚Einzelbetreuung‘ oder ‚Kleinstgruppe‘ angegeben werden
  • im Feld ‚Intensität‘ wird die Anzahl von Tagen innerhalb einer 7-Tage-Periode eingetragen, an denen die Leistung in der angegebenen Menge vorliegt

Beispiele

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Prozedurenregel P9 (OPS 9-68y.z)

  • Therapeutische Maßnahmen bei Kinder/Jugendliche im Rahmen eines Eltern-Kind-Settings OPS 9-68y.z
  • Kodierung in Abhängigkeit von der am Leistungsgeschehen beteiligten Berufsgruppen (Arzt/Psychologe, Spezialtherapeut/Pflegefachkraft)
  • Leistungserbringung unter Berücksichtigung von Therapieeinheiten (25 min) in Einzel- oder Gruppentherapie
  • Dokumentation pro 7-Tage-Einheiten

Die Prozedurenregel P9 bildet als Leistungen dokumentierte therapeutische Maßnahmen von Ärzten, Psychologen, Therapeuten und Fachpflegekräften im Rahmen eines Eltern-Kind-Settings ab. Die therapeutischen Maßnahmen werden dabei in Intervallen von 7 Tagen je Leistungserbringer (Arzt/Psychologe bzw. Therapeut/Fachpflege) summiert und in eine differenzierte OPS 9-68y.z überführt. In den variablen Angaben werden die folgenden Informationen abgebildet:

  • y: Rolle des Leistungserbringers (Arzt/Psychologe, Therapeut/Fachpflege)
  • z: Umfang der Leistungserbringung (Therapieeinheiten je 7-Tage-Periode)

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (nicht zeitbasiert)
    • Mengeneinheit im Leistungsstamm = TE (Therapieeinheit)
    • Menge = Anzahl der erbrachten Therapieeinheiten
    • die Prozedurenregel summiert die Therapieeinheiten der dokumentierten Einzelleistungen je Rolle und 7-Tage-Periode
  • Zeitpunktleistung (zeitbasiert)
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl von Minuten der Leistungserbringung
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen >= 25 min. je Rolle und 7-Tage-Periode
  • Zeitraumleistung
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung
    • keine zeitlichen Überschneidungen der einzelnen Leistungen erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen >= 25 min. je Rolle und 7-Tage-Periode
  • Die Dokumentation der parallelen Leistungserbringung von mehreren Rollen im selben Zeitraum ist dadurch möglich, dass bei der Einzelleistung bis zu 12 Rollen dokumentiert werden können, die von der Prozedurenregel berücksichtigt werden. Dabei werden Leistungen ohne mindestens eine Rollenangabe nicht berücksichtigt.

Customizing

  • Vewenden Sie jeweils eine getrennte Leistung für Einzeltherapie (Faktor 1) und die verschiedenen Gruppengrößen der Gruppentherapie (Faktoren 0,5, 0,333 und 0,2). Ein Eintrag ohne Faktor wird mit Faktor 1 bewertet.
  • Bezug = 7 Tage: die generierte Prozedur erhält das Beginndatum des ersten Tages der berechneten Periode. Die Beginnzeit ist bei der ersten Periode die Aufnahmezeit, bei den weiteren Perioden 1 Sekunde nach Mitternacht
  • Rolle
    • Die Rolle des Leistungserbringers muss angegeben werden
    • Die Therapieeinheiten von Ärzten und Psychologen sowie Spezialtherapeuten und Pflegefachkräften werden gemeinsam gezählt. Die Prozedurenregel P9 fasst die Therapieeinheiten der entsprechenden Rollen automatisch zusammen, erwarten jedoch im Customizing nur noch die Angabe der Rolle Arzt (stellvertretend für Arzt und Psychologe) sowie Therapeut (stellvertretend für Spezialtherapeut und Pflegefachkraft)

Weitere Merkmale der Prozedurenregel P9

  • Es werden nur zusammenhängende Therapieeinheiten von mindestens 25 min. für die Ermittlung einer Prozedur gezählt. Beachten Sie hierzu, dass Sie bei der Verwendung von Zeitpunktleistungen mit Minutenangaben, für die Mengenheit ‚Minute‘ im Customizing der Mengeneinheiten die Dimension ‚Zeit‘ hinterlegen.

Beispiele

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Prozedurenregel P11 (OPS 9-643.x)

  • Zusatzkodes nur in Verbindung mit 9-60, 9-61, 9-62 oder 9-63
  • Behandlung im Rahmen eines Mutter/Vater-Kind-Settings in abgestufter Anzahl von Tagen pro Fall
  • Dokumentation pro Fall

Die Prozedurenregel P11 addiert fallbezogen die Tage, an denen Therapieleistungen im Rahmen einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung im besonderen Setting (Mutter/Vater-Kind) dokumentiert sind und erzeugt eine entsprechende Prozedur 9-643.x. Die letzte Stelle der Prozedur verschlüsselt dabei definierte Tagesbereiche von 1 bis 7 Tagen (9-643.0) bis 50 Tage und mehr (9-643.7)

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (nicht zeitbasiert)
    • ohne Angabe einer Mengeneinheit im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl der erbrachten Leistungen
    • die Prozedurenregel summiert die dokumentierten Einzelleistungen pro Tag und zählt diese Ereignisse als eine Leistungserbringung pro Tag
  • Zeitraumleistung
    • Mengeneinheit = h im Leistungsstamm
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung
    • keine zeitlichen Überschneidungen der einzelnen Leistungen erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen pro Tag und zählt diese Ereignisse als eine Leistungserbringung pro Tag

Customizing

  • Bezug = Fall: die generierte Prozedur erhält Datum und Zeit der Aufnahmebewegung

Beispiel

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