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Business Needs

Die Änderungen der Zuzahlungsabwicklung, verursacht durch das KRHG mit Änderungen des § 43b SGB V sowie der Fortschreibung des §301 SGB V, führen zu gravierenden Änderungen in den Abläufen der Finanzbuchhaltung und der
Patientenabrechnung.

  • Es müssen Informationen aus den Zahlsätzen der §301-Nachrichten ausgewertet werden, um weitere Arbeitsschritte zu veranlassen.
  • Aus der Mahnstufe (Leistungsbescheid) eines Zuzahlungsforderungsbeleges muss veranlasst werden ein Entgelt 47120001 zu erfassen.
  • Um den Überblick über alle Forderungsbuchungen und (Teil)-Zahlungen zu behalten werden weitere Informationen auf einem Blick benötigt.

Mahnschlüssel im Beleg hinterlegen

Schlüssel 10 im Zahlungssatzes der Krankenkasse gibt u. a. an, dass ein Vollstreckungsverfahren nicht durch das Krankenhaus durchzuführen ist.

11

Rechnungsbetrag wird angewiesen, Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt

12

Rechnung wird zur Zeit geprüft (Zahlung / Abweisung erfolgt unverzüglich), Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt

13

Rechnung wurde bereits bezahlt, Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt

15

Rechnungsbetrag wird teilweise angewiesen, Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt

21

Rechnungsbetrag wird angewiesen, Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt, Verfahrensunterlagen sind gesondert zur Verfügung zu stellen

22

Rechnung wird zur Zeit geprüft (Zahlung/Abweisung erfolgt unverzüglich), Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt, Verfahrensunterlagen sind gesondert zur Verfügung zu stellen

23

Rechnung wird zur Zeit geprüft (Zahlung/Abweisung erfolgt unverzüglich), Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt, Verfahrensunterlagen sind gesondert zur Verfügung zu stellen

25

Rechnungsbetrag wird teilweise angewiesen, Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt, Verfahrensunterlagen sind gesondert zur Verfügung zu stellen

Aus der Information des Zahlsatzes werden angestoßen:

  • Änderungen des Forderungsbeleges und Hinterlegen eines Mahnschlüssels
  • Versenden der Beleginformationen an die Krankenkasse

Kostenpauschale 47120001

Durchführungshinweise für Nachtrag §301:

  • „Das Krankenhaus stellt für das durchgeführte Verwaltungsverfahren eine Nachtragsrechnung, in der es mit dem Entgelt „47120001" die Kostenpauschale für Verwaltungsverfahren...abrechnet."
  • Diese Kostenpauschale kann mit dem Versenden des Leistungsbescheids der Krankenkasse in Rechnung gestellt werden.
  • Da der Leistungsbescheid über ein Mahnschreiben einer bestimmten Mahnstufe erreicht wird, wird die Erfassung der Leistung durch eine Mahnstufe ausgelöst.

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Lösungsangebot

SAP Consulting stellt mit der Servicelösung „Zuzahlungsmonitor" eine programmgesteuerte Unterstützung bereit, um einige neue Prozesse im Krankenhaus effizienter zu gestalten.
Insbesondere werden folgende Punkte unterstützt:

  • Es werden Zahlungen und Teilzahlungen von Zuzahlungsforderungen ausgewiesen.
  • Für Forderungsbelege einer bestimmten Mahnstufe (Leistungsbescheid) wird eine Liste der Fälle zur Verfügung gestellt, damit auf Basis dieser Information das Entgelt für die Kostenpauschale (Entgeltart 47120001) durch direkten Absprung in die Leistungserfassung oder Abrechnung zum Patientenfall erfasst werden kann.
  • Fälle, deren Zahlnachricht bestimmte Inhalte hat (der Schlüssel 10 weist folgende Werte auf):
    • 11: Rechnungsbetrag wird angewiesen, Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt;
    • 12: Rechnung wird zur Zeit geprüft (Zahlung / Abweisung erfolgt unverzüglich), Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt;
    • 13: Rechnung wurde bereits bezahlt, Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt;
    • 15: Rechnungsbetrag wird teilweise angewiesen, Vollstreckungsverfahren durch das Krankenhaus entfällt.
      Werden entsprechende Forderungsbelege präsentiert, kann durch den Absprung in die Transaktion Belegänderung ein Mahnschlüssel oder ein Mahnsperrgrund im Beleg hinterlegt werden.
      Die Bereitstellung erfolgt für ein produktives System.

Funktionsumfang

die Lösung der SAP bietet einen Report, der

  • Informationen übersichtlich präsentiert
  • Daten aus der Finanzbuchhaltung mit denen aus dem Patientenmanagement kombiniert darstellt
  • Interaktiv den Aufruf verschiedener Transaktionen gestattet

In der Komfortversion werden automatisch

  • Entgelt (Kostenpauschale 47120001) generiert und
  • Belegänderungen (Mahnschlüssel) durchgeführt

Die Selektion der Fälle erfolgt über

  • eine Fallselektion,
  • die Eingabe von Fallnummern (Select-Options) bzw.
  • die Eingabe von Aufnahme- und Entlassdatum (auch Intervall).
    Zusätzlich können Selektionen über Patientennummern erfolgen.

Für die Belege erfolgt eine weitere mögliche Einschränkung durch die Selektion von:

  • Belegart,
  • Belegnnummer,
  • Buchungsdatum,
  • Mahnstufe,
  • Mahnsperre,
  • Mahnschlüssel,
  • Datum letzte Mahnung.

Für die § 301-Nachrichten erfolgt vor allem eine Einschränkung über das Datum des Nachrichtenempfangs bzw. des Nachrichtenversands und den Schlüssel 10 im ZPR-Segment.
Eine Einschränkung erfolgt auch über bestimmte Nachrichten bzw. über die Reihenfolge von KOUB- / ENTL-Nachricht oder das Vorhandensein von Nachrichten.
Die Präsentation der Daten erfolgt in einer hierarchischen ALV-Liste: Es werden Informationen zum Patienten und zum Fall sowie zu Belegen und § 301-Nachrichten fallbezogen dargestellt. Es gibt drei unterschiedliche Sichten: Gesamtsicht, FI-Sicht und § 301-Sicht.
Über die Standardfunktionen des ALV sind solche Funktionen wie Filter, Zwischensummen, Sortieren, aber auch Ein- und Ausblenden von Feldern zu verwenden.

Aus der Liste kann man in folgende Transaktionen springen:

  • Zuzahlung pflegen,
  • Beleg ändern,
  • Fallübersicht,
  • Versicherungsdaten des Falles pflegen,
  • Leistung pflegen,
  • Fallbezogene Abrechnung,
  • EDI-Workbench.

Folgende weitere Funktionen sind enthalten:

  • Ausweis aller Teilzahlungsbelege (auch im FI gebuchte)
    Szenario: Teilzahlungen, die nicht über IS-H erfasst wurden, werden angezeigt.
  • Ausweis des Feldes BSEG-XREF1
    Szenario: Es wird angezeigt, ob eine Zuzahlung von Rechnung abgesetzt wurde
  • Absprung in Transaktion Beleganzeige
    Szenario: Anzeige des FI-Belegs der Rechnung, von der Zuzahlung abgesetzt wurde ist möglich.
  • Absprung in Transaktion Einzelpostenanzeige
    Szenario: Anzeige Einzelpostenanzeige ist für Selbstzahler-Debitor bzw. Fremdregulierer möglich
  • Fallselektion erstellen
    Szenario: Das Fortschreiben „Ergebnis"-Fallselektion aus dem Monitor erleichtert Folgearbeiten , wie z.B. Abrechnung der Kostenpauschale
  • Hintergrundverarbeitung für Generierungsmodus
    Szenario: Generierung Kostenpauschale und Mahnschlüssel über Batch möglich
  • Mahnschlüssel generieren ohne ZAHL-Berücksichtigung
    Szenario: Feste Plausibilitätsprüfungen im Selektionsbild
  • Neuer Generierungsmodus „Mahnsperre setzen"
    Szenario: Einige Kostenträger führen das Mahnen selbst durch, somit muss dies nicht das Krankenhaus tun. Daher müssen die entsprechenden Zuzahlungsforderungen eine Mahnsperre erhalten. Und über die kürzlich per Hinweis zur Verfügung gestellte Erweiterung des RNZUZR00 (Rückbuchung) kann eine Rückbuchung auch für nicht gemahnte Forderungsbuchung inkl. Auslösen der ZGUT Nachricht ausgeführt werden. Die betroffenen Belege könnten im RNZUZR00 über eine eigene Mahnsperre selektiert werden.
  • Neuer Generierungsmodus „Mahnbereich ändern"
    Szenario: Für einzelne Kostenträger bzw. Kostenträgerarten sind eigene Mahnbereiche notwendig.
  • Neue Spalte für die Anzahl der noch zu zahlenden Zuzahlungstage
    Szenario: Patienten wollen/sollen bei der Entlassung bereits die Zuzahlung in bar entrichten und bis dahin ist noch keine KOUB eingegangen. Der Patient sagt, dass er weder befreit ist noch im aktuellen Kalenderjahr irgendwo die Zuzahlung entrichtet hat. Oder er hat Bescheid für Befreiung gemäß §61 / 62. Somit ist klar, wie viele Zuzahlungstage er bezahlen muss. In der Zuzahlungstransaktion werden die Zuzahlungstage angezeigt, so dass ersichtlich ist, wie viele Zusatztage der Patient zu zahlen hat.
  • Vortage aus nicht eingelesener KOUB in NCIR- KOUB_COPAYDAYS Anzeige
    Szenario: Wenn die KOUB nach dem Versand der ENTL empfangen wird, ist die Info der Restzuzahlungstage aus der KOUB verfügbar, wenn dann über NE11 bzw. NE17 trotz des Zustand „KOUB nach ENTL" eine Zuzahlungsanforderung angelegt wird.
  • Auswertung auch für Fälle mit Zuzahlungsbefreiung
    Szenario: Es gibt in der Ausgabeliste des Zuzahlungsmonitors die Spalte „Grund keine Zuzahlung" und im Selektionsbild das Feld „Nur Fälle mit Zuzahlungsbuchungen". Damit ist eine systematische Auswertung der Fälle mit Zuzahlungsbefreiung möglich bzw. Fälle mit vorhandenem „Grund keine Zuzahlung" können direkt ermittelt werden.
    • ENTL vor KOUB
    • Keine Zuzahlungspflicht, da minderjährig bei Aufnahme
    • Keine Zuzahlungspflicht, da Patient verstorben
    • Keine Zuzahlungspflicht, da Entbindung
  • Rückbuchungsbelege in Liste ausgeben
    Szenario: Rückbuchungsbelege werden im Zuzahlungsmonitor angezeigt.


Update zur Version 3.0

Im Zuge der Einführung von PEPP gilt für den PEPP-Bereich ein neuer Entgeltschlüssel. Daher wurde der Zuzahlungsmonitor mit folgenden Funktionen erweitert:

  • fallbezogene Ermittlung des Leistung für die Kostenpauschale mit dem passenden Entgeltschlüssel
  • Generierung der jeweiligen Leistung im  Fall
  • Anpassung des Layouts  der Ausgabeliste des Reports  und Erweiterung der Dokumentation


Leistungsumfang

  • Lieferung der Reports per Transportauftrag;
  • Bereitstellung einer Peiner Dokumentation zur Nutzung des Zuzahlungsmonitors.

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Kundennutzen

  • Überblick über Status von Zuzahlungen (offen, gezahlt, Mahnstatus)
  • Vermeidung zeitintensiver Suche nach den Informationen in unterschiedlichen Transaktionen
  • Unterstützung der Entgelterfassung für die Kostenpauschale ab Leistungsbescheid
  • Unterstützung der Belegänderung Erfassung des Mahnschlüssels als Ergebnis des Schlüssel 10 im Zahlungssatz
  • Optimierung von Arbeitsschritten
  • Erhöhung der Datentransparenz
  • große Usability
  • Sofortstart ohne Customizing

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Technische Voraussetzungen

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Preise

Bitte wenden Sie sich für eine Preisinformation an Kerstin Kirschbaum.

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Ansprechpartner

Moderator dieses Wikis ist Christian Schwegler. Falls Sie Fragen oder Wünsche bezüglich der Predefined Services haben, senden Sie eine E-Mail an Markus Voß oder Kerstin Kirschbaum.