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Für den elektronischen Datenaustausch mit den Übermittlungsstellen der Finanzverwaltung (Clearingstellen) sind die technischen Vorgaben von Seiten der Finanzämter über das Elsterverfahren spezifiziert.´Die zu übertragenden Daten sind dabei in einer XML-Datei bereitzustellen. Die Teile des XML mit sensitiven Daten werden vor der Übertragung komprimiert und verschlüsselt. Bei der Übertragung der Daten wird deren Empfang mit einer Ticketnummer bestätigt. Diese Nummer wird später verwendet, um das endgültige Protokoll bei der Clearingstelle abzuholen. Aufgrund des Steueränderungsgesetzes 2003 sind die Lohnsteuerdaten des Mitarbeiters (Lohnsteuerbescheinigung) ab dem 01.01.2005 gemäß dem Elsterverfahren elektronisch an die amtlich bestimmte Clearingstelle zu übertragen. Aufgrund des Steueränderungsgesetzes 2003 sind die Lohnsteueranmeldedaten ab dem 01.01.2005 gemäß dem Elsterverfahren elektronisch an die amtlich bestimmte Clearingstelle zu übertragen. Zum 01.01.2012 startet das ELStAM-Verfahren. Dies bedeutet, dass die Lohnsteuerabzugsmerkmale ab dem Jahr 2012 elektronisch von der Clearingstelle bereitgestellt werden (elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale = ELStAM) .

Die genauen Informationen und Anleitungen zum Implementieren der Überttragung finden Sie auch im IMG unter:

  • Datenaustausch mit der Finanzverwaltung - Überblick
  • Technische Grundlagen für die Kommunikation
  • Verschlüsselung für Elster einrichten
  • Verbindungen einrichten
  • RFC-Verbindung einrichten
  • Konstanten pflegen
  • Nummernkreis für Nutzdatenticket anlegen

Ablauf der Lohnsteuerbescheinigung mit Elsterlohn

  1. Lohnsteuerdaten erstellen: Report RPCTXVD0 starten => Daten werden in transparenten Tabellen gespeichert (P01T-Tabellen)
  2. Lohnsteuerdaten zusammenfassen: Report RPCTXSD0 starten => XML-Dateien und Einträge im B2A-Manager werden erzeugt
  3. Daten an Clearingstelle übertragen: B2A-Manager starten => Datensatz auswählen und an Clearingstelle übertragen => Clearingstelle bestätigt Empfang und liefert Transferticket
  4. Protokolls von Clearingstelle abholen: B2A-Manager starten => Datensatz auswählen => Protokoll von der Clearingstelle abholen
  5. Lohnsteuerbescheinigung für Mitarbeiter erstellen: Report RPCTXMD0 starten => Lohnsteuerbescheinigungen werden erstellt

Im Rahmen der Lohnsteuerbescheinigung via Elsterlohn können Sie auch noch die folgenden Reports nutzen:

Report RPCTXWD0 Lohnsteuerdaten zur erneuten Verarbeitung kennzeichnen_:_ Falls bei der Protokollabholung Fehlermeldungen vorkommen, können Sie mit diesem Report Nutzdatenblöcke mit fehlerhaften Datensätzen entweder neu erstellen oder neu übertragen.

Hinweis: Dieser Report kann nur verwendet werden, wenn die Fehlermeldungen bei der Protokollabholung von der Clearingstelle gemeldet werden und dadurch die jeweiligen Einträge im B2A-Manager den Status in Verarbeitung (Fehler - Alle Nutzdaten bzw. Fehler - Teile Nutzdaten) haben. Für Datensätze, die Sie aus zwingenden Gründen erneut übertragen müssen, obwohl  die Daten bei der Protokollabholung von der Clearingstellebereits mit OK zurück gemeldet wurden (Status OK im B2A-Manager), steht Ihnen der Report RPCTXZD0 (s.u.) zur Verfügung. Mit diesem Report können Sie einzelne Datensätze löschen (auch bereits korrekt zurück gemeldete Daten). Danach müssen Sie den kompletten Prozess (angefangen mit RPCTXVD0) für die gelöschten Datensätze nochmal ausführen.

Report RPCTXKD0 Korrekturlauf Lohnsteuerbescheinigung: Mit diesem Report können Sie Datensätze neu erstellen, die von der Clearingstelle abgelehnt wurden und mit dem Report RPCTXWD0 auf den Status neu zu erstellen gesetzt wurden.

Report RPCTXLD0 Lohnsteuerdaten anzeigen: Mit diesem Report können Sie die Datensätze anzeigen, die der Report RPCTXVD0 (Lohnsteuerdaten erstellen) erzeugt hat.

Report RPCTXZD0 Datensätze verwalten_:_ Mit diesem Report können Sie auf Ebene der Personalnummern einzelne Datensätze löschen oder deren Status ändern. In Ausnahmefällen können Sie auch die durch den Report RPCTXVD0 in den transparenten Tabellen erzeugten Lohnsteuerdaten für einzelne Personalnummern sperren. Dadurch schließen Sie diese von der weiteren Verarbeitung durch den Report RPCTXSD0 aus. Führen Sie den Report RPCTXZD0 nur aus, wenn es für Ihr weiteres Vorgehen unbedingt notwendig ist. Änderungen beeinflussen den automatischen Prozessablauf.

Gesetzentwurf zur Anhebung des Grundfreibetrages, des Kinderfreibetrages, des Kindergeldes und des Kinderzuschlags wurde von der Bundesregierung beschlossen


Grundfreibetrag (aktuell 8.354 Euro):

  • Anhebung ab 1. Januar 2015 um 118 Euro auf 8.472 Euro
  • Anhebung ab 1. Januar 2016 um weitere 180 Euro auf 8.652 Euro

Kinderfreibetrag (aktuell 7.008 Euro):

  • Anhebung ab 1. Januar 2015 um 144 Euro auf 7.152 Euro
  • Anhebung ab 1. Januar 2016 um weitere 96 Euro auf 7.248 Euro

Kindergeld

  • Anhebung ab 1. Januar 2015 um 4 Euro monatlich je Kind
  • Anhebung ab 1. Januar 2016 um weitere 2 Euro monatlich je Kind

Die Anhebung erfolgt entsprechend den Vorgaben des 10. Existenzminimumberichts

Abschließende Beratung des Bundestages ist geplant für Juni
Abschließenden Beratung des Bundesrates ist geplant für Juli

Mögliche Ansätze sind:

  • Veröffentlichung des PAP 2015 nach der Sommerpause mit grundsätzlicher Rückrechnungsverpflichtung
  • Gesonderter PAP für Dezember 2015

Nach Klärung der Vorgehensweise werden wir unsere Kunden über Hinweis informieren, wie und wann die Auslieferung erfolgt.

 

Ein neuer Bescheinigungszeitraum wird systemseitig erstellt,  wenn der Arbeitnehmer unterjährig:

  • die Steuerpflicht
  • die Lohnsteuerkarte
  • die juristische Person


wechselt oder unterjährig wieder in das  Unternehmen eingetreten ist.

In diesen Fällen wird die Nummer des Bescheinigungszeitraums,  für den Sie eine eigene Lohnsteuerbescheinigung erstellen  müssen, erhöht.

Zu diesen Fällen gehören:

  •  Änderung der Steuerklasse
  •  Änderung der Anzahl der Kinder
  •  Pflege eines Freibetrages

nicht dazu.

Es ist nicht notwendig für diese Fälle einen neuen  Bescheinigungszeitraum, welcher hochgezählt wird, anzulegen.

Prüfung Versteuerung der Vergütung von mehrjähriger Tätigkeit bzw. Abfindung

  

Die Berechnung der Steuer bei Vergütungen für mehrjährige Tätigkeit  im ist Programmablaufplan (PAP) festgelegt. Siehe:   https://www.bmf-steuerrechner.de/  Service für Entwickler.

Die mehrjährige Versteuerung vollzieht sich in vier Schritten, wobei bestimmte Parameter von einem Schritt in den nächsten übernommen werden. Die einzelnen Schritte der Besteuerung von mehrjährigen Bezügen sind dem Protokoll DST LST zu entnehmen. Auszug:

...

Ist die Besteuerung als sonstiger Bezug günstiger, wird diese übernommen. Sonst erfolgt die Besteuerung als mehrjähriger Bezug. Eine negative Steuer auf den mehrjährigen Bezug wird nicht mehr zugelassen.

Ab 2009 werden die Freibeträge, die im 2. Schritt ermittelt wurden, auch im 3. und 4. Schritt verwendet. Zu den Freibeträgen zählen:

o   Arbeitnehmer-Pauschbetrag

o   Sonderausgabenpauschbetrag

o   Pauschbetrag für Alleinerziehende

o   Vorsorgepauschale

o   Versorgungsfreibetrag

o   Zuschlag zum Versorgungsfreibetrag

o   Altersentlastungsbetrag

o   Persönlicher Freibetrag gemäß Lohnsteuerkarte

Gegenüber dem PAP 2008 geändert wurde die Berechnung der Steuer bei Vergütungen für mehrjährige Tätigkeit. Im PAP 2008 war es noch so, dass zumindest die Vorsorgepauschale von der Summe Lohn + 1/5 Einkünfte aus mehrjähriger Tätigkeit abgezogen wurde. Bei keinem bzw. geringem Lohn im Auszahlungsjahr ergab sich damit eine bis fünffache Berücksichtigung der Vorsorgepauschale.

...

Die Versteuerung eines mehrjährigen Bezuges lässt sich nicht auf Basis sonstiger Versteuerung nachrechnen.

Die Ergebnisse des Programms RPCALCD0 können folgenderweise bestätigt werden:

Vergleichen Sie bitte die Ergebnisse des RPCALCD0

mit dem Programm RPCSDFD*, z.B. RPCSDFDR (PAP, Jahr 2015)

bzw.

im Internet mit dem Rechner von Herrn Parmentier: http://www.parmentier.de/steuer/steuer.htm?lohnst.htm     Bitte beachten Sie, dass es sich hier nicht um einen amtlichen Rechner handelt!

SAP-Hinweis 2301532 - LStB: Fehler 309505001 Zur KmID sind bereits Daten gespeichert 

SAP-Hinweis 1437095 - FAQ zur Lohnsteuerbescheinigung (RPCTXVD1)

SAP-Hinweis 1696549 - FAQ Lohnsteuerbescheinigung

Frage:

Ein Mitarbeiter tritt per 31.03.2009 durch einen Aufhebungsvertrag aus und geht in Vorruhestand. Der
Mitarbeiter bekommt eine Abfindung in Höhe von 65.000 EUR. Weiterhin hat er in den Monaten 01 - 03/2009 folgende Bezüge bekommen:

3 * 4.500 EUR Gehalt
Einmalzahlungen in Höhe von 2.500 EUR

Bei der Schlüsselung der LA "0100 Gehalt" mit der Verarbeitungsklasse 14 >> "1 Lohnart fließt ungekürzt in die Schätzbasis" wird für 03/2009
ca. 22.000,00 Lohnsteuer berechnet.

Lt. manueller Steuerermittlung und unter Berücksichtigung der Fünftelregelung sollten aber nur ca. 6 .000 EUR Lohnsteuer anfallen.
Demnach würde der MA die Differenz erst mit der Steuererklärung zurückerhalten.

Der Mitarbeiter bezieht ab dem 01.04.2009 Altersrente und wird auch keine weitere Beschäftigung ausüben. LT Finanzamt müsste es eine
Möglichkeit geben, den zukünftigen Verdienst für April - Dezember 09 mit 0 anzusetzen, damit die Jahressteuer entsprechend berechnet werden kann.

NachRücksprache mit unseren Wirtschaftsprüfern gibt es bspw. bei Datev die Möglichkeit, den zukünftigen Verdienst in solchen Fällen
einzupflegen, damit bei der Fünftelung nur der bisherige Verdienst zuzüglich der Abfindung in die Berechnung einfließen.

Lösungsvorschlag:

Es gibt zwei Möglichkeiten um Ihren Fall im System abzubilden.

Zum ersten können Sie in der Tabelle V_T5D2G ein eigenes Steuerverfahren anlegen, welches Sie dann bei dem Mitarbeiter im IT 12 angeben.

Die zweite Möglichkeit ist im IT 15 die Lohnart M990 - Vorgabe Jahresarbeitslohn mit dem gewünschten Jahresarbeitslohn des
Mitarbeiters aufzugeben. Durch diese Lohnart wird die Lohnart /45j erzeugt, welche dann den Jahresarbeitslohn in der Abrechnung
mit dem neuen gewünschten Wert übersteuert.

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