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Weitere Prozedurenregeln  

Die folgenden weiteren Prozedurenregeln stehen als Vorlage zur Generierung von Prozeduren gemäß Psychiatrie OPS 2014 vom 6.11.2013 mit dem ersten Quartal 2014 zur Verfügung.

Prozedurenregel P12 (OPS 9-641.xy)

Die Prozedurenregel P12 bildet die mit Hilfe von Leistungen dokumentierte kriseninterventionelle Behandlung bei psychischen und psychosomatischen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen als OPS 9-641.xy ab. Dabei wird der zeitliche Aufwand in Stunden pro Tag für die beiden Behandlungsgruppen Ärzte/Psychologen und Spezialtherapeuten/Pflegefachpersonen festgehalten. In den variablen Angaben der Prozedur werden die folgenden Informationen abgebildet:

  • x: Rolle des Erbringers (Ärzte/Psychologen oder Spezialtherapeuten/Pflegefachpersonen)
  • y:  zeitlicher Aufwand in Stunden pro Tag.

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (zeitbasiert)
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl von Minuten der Leistungserbringung
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen pro Tag und Rolle und generiert für jeden Tag eine Prozedur, wenn die Dauer mehr als 60 min. beträgt .
  • Zeitraumleistung
    • keine Mengeneinheit im Leistungsstamm (implizit h)
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung; zeitliche Überschneidungen der einzelnen Leistungen nicht erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen pro Tag und Rolle und generiert für jeden Tag eine Prozedur, wenn die Dauer mehr als 1 h beträgt .
  • Leistungen ohne mindestens eine Rollenangabe werden nicht berücksichtigt.
  • Die Dokumentation der parallelen Leistungserbringung von mehreren Rollen im selben Zeitraum ist dadurch möglich, dass bei der Einzelleistung bis zu 12 Rollen dokumentiert werden können, die von der Prozedurenregel berücksichtigt werden.
  • Leistungsmengen von Ärzten und Psychologen innerhalb eines Tages werden unter der Rolle 'Arzt' summiert.
  • Leistungsmengen von Spezialtherapeuten/Pflegefachpersonen innerhalb eines Tages werden unter der Rolle 'Spezialtherapeut' summiert.
  • Sie können mehrere unterschiedliche Leistungen zur weiteren Differenzierung des Leistungsgeschehens einer kriseninterventionellen Behandlung verwenden, wenn für diese Leistungen entsprechende Customizingeinträge existieren. Die Leistungsmenge eines Tages in der gleichen Rolle wird dabei unter der alphabetisch ersten im Customizing gefundenen Leistung addiert und ausgewertet.

Customizing

  • Bezug = Tag
  • Rolle = Arzt (stellvertretend für Arzt/Psychologe) oder Therapeut (stellvertretend für Spezialtherapeut/Pflegefachperson)

Beispiel-Customizing

RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezugRolle RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezugRolle
 P12 L9-641 9-641.00 60 min. Tag Arzt  P12L9-641 9-641.1060min.Tag Therapeut 
 P12 L9-641 9-641.01 90 min. Tag Arzt  P12L9-6419-641.11 90min. Tag Therapeut 
 P12 L9-641 9-641.02 180 min. Tag Arzt  P12L9-641 9-641.12 180min. Tag Therapeut 
 P12 L9-641 9-641.03 270 min. Tag Arzt  P12L9-641 9-641.13 270min. Tag Therapeut 
 P12 L9-641 9-641.04 360 min. Tag Arzt  P12L9-641 9-641.14 360min. Tag Therapeut 

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Prozedurenregel P13 (OPS 9-690.xy)

Die Prozedurenregel P13 bildet die mit Hilfe von Leistungen dokumentierte kriseninterventionelle Behandlung bei psychischen und psychosomatischen Störungen und Verhaltensstörungen bei Kindern und Jugendlichen als OPS 9-690.xy ab. Dabei wird der zeitliche Aufwand in Stunden pro Tag für die beiden Behandlungsgruppen Ärzte/Psychologen und Spezialtherapeuten/Pflegefachpersonen festgehalten. In den variablen Angaben der Prozedur werden die folgenden Informationen abgebildet:

  • x: Rolle des Erbringers (Ärzte/Psychologen oder Spezialtherapeuten/Pflegefachpersonen)
  • y:  zeitlicher Aufwand in Stunden pro Tag.

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (zeitbasiert)
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl von Minuten der Leistungserbringung
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen pro Tag und Rolle und generiert für jeden Tag eine Prozedur, wenn die Dauer mehr als 60 min. beträgt .
  • Zeitraumleistung
    • keine Mengeneinheit im Leistungsstamm (implizit h)
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung; zeitliche Überschneidungen der einzelnen Leistungen nicht erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Einzelleistungen pro Tag und Rolle und generiert für jeden Tag eine Prozedur, wenn die Dauer mehr als 1 h beträgt .
  • Leistungen ohne mindestens eine Rollenangabe werden nicht berücksichtigt.
  • Die Dokumentation der parallelen Leistungserbringung von mehreren Rollen im selben Zeitraum ist dadurch möglich, dass bei der Einzelleistung bis zu 12 Rollen dokumentiert werden können, die von der Prozedurenregel berücksichtigt werden.
  • Leistungsmengen von Ärzten und Psychologen innerhalb eines Tages werden unter der Rolle 'Arzt' summiert.
  • Leistungsmengen von Spezialtherapeuten/Pflegefachpersonen innerhalb eines Tages werden unter der Rolle 'Spezialtherapeut' summiert.
  • Sie können mehrere unterschiedliche Leistungen zur weiteren Differenzierung des Leistungsgeschehens einer kriseninterventionellen Behandlung verwenden, wenn für diese Leistungen entsprechende Customizingeinträge existieren. Die Leistungsmenge eines Tages in der gleichen Rolle wird dabei unter der alphabetisch ersten im Customizing gefundenen Leistung addiert und ausgewertet.

Customizing

  • Bezug = Tag
  • Rolle = Arzt (stellvertretend für Arzt/Psychologe) oder Therapeut (stellvertretend für Spezialtherapeut/Pflegefachperson)

Beispiel-Customizing

RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezugRolle RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezugRolle
P13L9-6909-690.0060min.TagArzt P13L9-6909-690.1060min.TagTherapeut
P13L9-6909-690.0190min.TagArzt P13L9-6909-690.1190min.TagTherapeut
P13L9-6909-690.02180min.TagArzt P13L9-6909-690.12180min.TagTherapeut
P13L9-6909-690.03270min.TagArzt P13L9-6909-690.13270min.TagTherapeut
P13L9-6909-690.04360min.TagArzt P13L9-6909-690.14360min.TagTherapeut

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Prozedurenregel P14 (OPS 9-700.x)

Die Prozedurenregel P14 bildet die als Leistung oder per Fallklassifikation dokumentierte spezifische qualifizierte Entzugsbehandlung bei Erwachsenen pro Fall als OPS 9-700.x ab. Dabei werden fallbezogen die Tage des Auftretens der ggf. verschiedenen als Leistung oder per Fallklassifikation dokumentierten Ereignisse bzw. Tage addiert. Mehrfach an einem Tag dokumentierte Ereignisse werden nur einmal gezählt.  Die variable Position der Prozedur verschlüsselt dabei die Anzahl der Tage, an denen die Behandlung stattgefunden hat.

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung
    • keine Mengeneinheit
    • die Leistung beschreibt ein einzelnes Therapieelement
  • Zeitraumleistung
    • keine Mengeneinheit im Leistungsstamm (implizit min)
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung; zeitliche Überschneidungen der einzelnen Leistungen nicht erlaubt
    • die Leistung beschreibt ein einzelnes Therapieelement mit seiner Dauer
  • Zur internen Dokumentation der parallelen Leistungserbringung von mehreren Rollen im selben Zeitraum können Sie bei der Einzelleistung bis zu 12 Rollen dokumentieren. Allerdings berücksichtigt die Prozedurenregel diese Rollen nicht.
  • Sie können mehrere unterschiedliche Leistungen zur weiteren Differenzierung des Leistungsgeschehens einer spezifischen qualifizierten Entzugsbehandlung verwenden, wenn für diese Leistungen entsprechende Customizingeinträge existieren. Die Leistungen des Falles werden dann unter der alphabetisch ersten im Customizing gefundenen Leistung addiert und ausgewertet.

Customizing

  • Bezug = Fall
  • Verwenden Sie eine oder mehrere selbstdefinierte Leistungen, die Sie im Customizing der Tabelle TNPROC_SERVICE entsprechend eintragen.

Beispiel-Customizing

RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezug
P14L9-7009-700.01 Fall
P14L9-7009-700.17 Fall
P14L9-7009-700.215 Fall
P14L9-7009-700.322 Fall
P14L9-7009-700.429 Fall

 

Abbildung der Erfordernisse der Prozeduren 9-700...

Sie haben prinzipiell drei Möglichkeiten, die Erfordernisse der Prozeduren aus dem Bereich 9-700 abzubilden.

  1. Leistungsdokumentation ohne Fallklassifikation
  2. Leistungsdokumentation mit Fallklassifikation
  3. Fallklassifikation ohne Leistungsdokumentation 

...Leistungsdokumentation ohne Fallklassifikation 

Wenn Sie keine Fallklassifikation verwenden, um die Periode(n) einer spezifischen qualifizierten Entzugsbehandlung zu kennzeichnen, summiert die Prozedurenregel P14 fallbezogen alle Tage, an denen mindestens ein Therapieelement mit den im Customizing hinterlegten Leistungen dokumentiert ist. Die daraus generierte Prozedur erhält als Prozedurendatum das Aufnahmedatum des Falles.

Berücksichtigung der Exklusiva 9-60, 9-61, 9-62, 9-63

Gemäß OPS 2014 dürfen Behandlungstage mit Behandlungen aus dem Bereich 9-60 bis 9-63 nicht einer Behandlung aus dem Bereich 9-700 zugerechnet werden. Für die Prozedurenregel P14 bedeutet dies, dass Tage, an denen eine für die Bereiche 9-60 bis 9-63 definierte Leistung dokumentiert ist, bei der Generierung einer Prozedur aus dem Bereich 9-700 nicht berücksichtigt werden, obwohl ggf. eine entsprechende Leistung gefunden wird.

Beachten Sie: Die Exklusiva 9-60 bis 9-63 der Prozedurenregel P14 werden durch die als Vorlage ausgelieferte Prozedurenregel P5 generiert. Da die Prozedurenregel P5 individuell angepasst ggf. unter einem anderen Regelnamen im System vorhanden sein kann, muss der Regel P14 der entsprechende Regelname bekannt gemacht werden. Im Include LNPROC_SERVICETOP ist dafür die Konstante c_p5_rule hinterlegt. Ändern Sie hier ggf. den hinterlegten Regelnamen 'P5'.

...Leistungsdokumentation mit Fallklassifikation

Zur Kennzeichnung von Perioden einer spezifischen qualifizierten Entzugsbehandlung steht die zusätzliche interne Klassifikationsart '63' (spezifische qualifizierte Entzugsbehandlung) zur Verfügung. Damit können Sie eine eigene Klassifikationsart definieren und die Periode(n) einer spezifischen qualifizierten Entzugsbehandlung innerhalb eines Falles kennzeichnen. Bei Verwendung dieser Fallklassifikation zeigt die Prozedurenregel P14 das folgende zusätzliche Verhalten:

  • die Prozedurenregel berücksichtigt nur entsprechende Leistungen, die innerhalb einer Klassifikationsperiode dokumentiert sind. Findet die Prozedurenregel relevante Leistungen außerhalb einer Klassifikationsperiode, wird die Meldung NPROC_RULES034 ("... Fall... mit Leistungen außerhalb der Fallklassifikation...") ausgegeben und diese Leistungen nicht gezählt.
  • die Prozedurenregel prüft die in den Mindestmerkmalen der Prozedur 9-700 definierte Regelung: "... mindestens drei Therapieelemente pro Woche". Findet die Prozedurenregel weniger als drei relevante Leistungen, wird die Meldung NPROC_RULES035 ("... Fall... ohne ausreichende Leistungsmenge in der Klassifikation.") ausgegeben und diese Leistungen nicht gezählt.
  • die fallbezogene generierte Prozedur erhält als Prozedurendatum das Startdatum der ersten bzw. einzigen Klassifikationsperiode. 

Berücksichtigung der Exklusiva 9-60, 9-61, 9-62, 9-63 

Gemäß OPS 2014 dürfen Behandlungstage mit Behandlungen aus dem Bereich 9-60 bis 9-63 nicht einer Behandlung aus dem Bereich 9-700 zugerechnet werden. Für die Prozedurenregel P14 bedeutet dies, dass Tage, an denen eine für die Bereiche 9-60 bis 9-63 definierte Leistung dokumentiert ist, bei der Generierung einer Prozedur aus dem Bereich 9-700 nicht berücksichtigt werden, obwohl ggf. eine entsprechende Leistung gefunden wird.

Die Exklusiva 9-60 bis 9-63 dieser Prozedurenregel werden durch die als Vorlage ausgelieferte Prozedurenregel P5 generiert. Da die Prozedurenregel P5 individuell angepasst ggf. unter einem anderen Regelnamen im System vorhanden sein kann, muss der Regel P14 der entsprechende Regelname bekannt gemacht werden. Im Include LNPROC_SERVICETOP ist dafür die Konstante c_p5_rule hinterlegt. Ändern Sie hier ggf. den hinterlegten Regelnamen 'P5'.  

...Fallklassifikation ohne Leistungsdokumentation

Mit dem nachfolgend beschriebenen Vorgehen können Sie auf eine Leistungsdokumentation zur Generierung einer Prozedur aus dem Bereich 9-700 verzichten und zusätzlich die Exklusiva-Definition des OPS 2014 berücksichtigen:

  • Sie verwenden die für die Prozedurenregeln P14 definierte Fallklassifikation zur Kennzeichnung der entsprechenden Behandlungsperioden einer spezifischen qualifizierten Entzugsbehandlung (QEB-Fallklassifikation)
  • Sie dokumentieren das Leistungsgeschehen durchgehend mit den für die Bereiche 9-60 bis 9-63 (P5) definierten Leistungen. Eine Leistungsdokumentation unter Verwendung einer eigenständigen Triggerleistung für die Prozedurenregeln P14 wird nicht benötigt.
  • Die Prozedurenregel P5 reagiert auf Behandlungsperioden mit QEB-Fallklassifikation insofern, als dass die in diesen Perioden dokumentierten Leistungen nicht für die Generierung einer Prozedur der jeweiligen Bereiche 9-60 bis 9-63 herangezogen werden. Dabei wird der ggf. geforderte 7-Tages-Rhythmus  durch eine QEB-Fallklassifikation unterbrochen.
    Anmerkung: Dies gilt nicht für Perioden, die als Intensivbehandlung im Sinne der Prozedurenregel P5 klassifiziert sind!
  • Die  Prozedurenregeln P14 reagiert auf Behandlungsperioden mit QEB-Fallklassifikation so, dass die Anzahl der Tage einer QEB-Fallklassifikation direkt für die Generierung eines Prozedurencodes aus den Bereichen 9-700 zählen. Auf eine weitergehende Prüfung von Mindestmerkmalen, wie 'Anzahl von Therapieelementen' oder 'verschiedene Berufsgruppen' wird im Standard verzichtet.
    Anmerkung: Dies gilt nicht für Perioden, die als Intensivbehandlung im Sinne der Prozedurenregel P5 klassifiziert sind!

Beachten Sie, dass das Customizing für die Prozeduregel P14 weiterhin nötig ist. Die dort eingeführten selbst definierten Triggerleistungen dienen jedoch nur noch zur Erkennung der jeweiligen Prozedur und müssen nicht mehr für die Leistungsdokumentation verwendet werden.

Die beiden oben angeführten hervorgehobenen Anmerkungen haben die folgende Prioritätsregel bei der Prozedurengenrierung der Regeln P5 und P14 als Konsequenz:

  • Priorität 1: In Perioden einer der Intensivklassifikation wird die P5-Leistungsdokumentation trotz einer ggf. parallelen QEB-Fallklassifikation zur Generierung von Prozeduren der Intensivbehandlung im Sinne der Prozedurenregel P5 herangezogen. Bei überlappenden Perioden wird bei der Berechnung der P14-Leistungen ggf. am Anfang oder Ende die QEB-Fallklassifikation intern angepasst.
  • Priorität 2: In Perioden einer QEB-Fallklassifikation werden die entsprechenden Tage direkt zur Generierung von Prozeduren im Sinne der Prozedurenregel P14 herangezogen. Eine etwaige P5-Leistungsdokumentation der Regelbehandlung wird nicht beachtet.
  • Priorität 3: Ohne Intensiv- oder QEB-Fallklassifikation wird die P5-Leistungsdokumentation zur Generierung von Prozeduren der Regelbehandlung im Sinne der Prozedurenregel P5 herangezogen.

Beachten Sie weiterhin, dass der Einsatz dieses Lösungskonzeptes unter alleiniger Verwendung einer QEB-Fallklassifikation ohne entsprechende Triggerleistung für die Bereich 9-700 und 9-800 eine zusätzliche Altersprüfung in den Regeln P14 und P15 nötig macht, um beim parallelen Einsatz beider Regeln für Erwachsene und Kinder/Jugendliche eine Doppelgenerierung sowohl von Prozeduren aus dem Bereich 9-700 als auch aus dem Bereich 9-800 zu vermeiden. Prüfen Sie dazu die form CHECK_AGE_FOR_RULE im Include LNPROC_SERVICEF01 auf die gewünschte Altersabfrage sowie die Regelbezeichnungen für die Regeln P14 und P15 und passen Sie das Coding entsprechend an.

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Prozedurenregel P15 (OPS 9-800.x)

Die Prozedurenregel P15 bildet die als Leistung oder per Fallklassifikation dokumentierte spezifische Behandlung im besonderen Setting bei substanzbedingten Störungen bei Kindern und Jugendlichen pro Fall als OPS 9-800.x ab. Dabei werden fallbezogen die Tage des Auftretens der ggf. verschiedenen als Leistung oder per Fallklassifikation dokumentierten Ereignisse bzw. Tage addiert. Mehrfach an einem Tag dokumentierte Ereignisse werden nur einmal gezählt.  Die variable Position der Prozedur verschlüsselt dabei die Anzahl der Tage, an denen die Behandlung stattgefunden hat.

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung
    • keine Mengeneinheit
    • die Leistung beschreibt ein einzelnes Therapieelement
  • Zeitraumleistung
    • keine Mengeneinheit im Leistungsstamm (implizit min)
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung; zeitliche Überschneidungen der einzelnen Leistungen nicht erlaubt
    • die Leistung beschreibt ein einzelnes Therapieelement mit seiner Dauer
  • Zur internen Dokumentation der parallelen Leistungserbringung von mehreren Rollen im selben Zeitraum können Sie bei der Einzelleistung bis zu 12 Rollen dokumentieren. Allerdings berücksichtigt die Prozedurenregel diese Rollen nicht.
  • Sie können mehrere unterschiedliche Leistungen zur weiteren Differenzierung des Leistungsgeschehens einer Behandlung bei substanzbedingten Störungen verwenden, wenn für diese Leistungen entsprechende Customizingeinträge existieren. Die Leistungen des Falles werden dann unter der alphabetisch ersten im Customizing gefundenen Leistung addiert und ausgewertet.

Customizing

  • Bezug = Fall
  • Verwenden Sie eine oder mehrere selbstdefinierte Leistungen, die Sie im Customizing der Tabelle TNPROC_SERVICE entsprechend eintragen.

Beispiel-Customizing

RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezug
P15L9-8009-800.01 Fall
P15L9-8009-800.114 Fall
P15L9-8009-800.229 Fall
P15L9-8009-800.343 Fall
P15L9-8009-800.461 Fall

 

Abbildung der Erfordernisse der Prozeduren 9-800...

Sie haben prinzipiell drei Möglichkeiten, die Erfordernisse der Prozeduren aus dem Bereich 9-800 abzubilden.

  1. Leistungsdokumentation ohne Fallklassifikation
  2. Leistungsdokumentation mit Fallklassifikation
  3. Fallklassifikation ohne Leistungsdokumentation

...Leistungsdokumentation ohne Fallklassifikation

Wenn Sie keine Fallklassifikation verwenden, um die Periode(n) einer Behandlung bei substanzbedingten Störungen zu kennzeichnen, summiert die Prozedurenregel P15 fallbezogen alle Tage, an denen mindestens ein Therapieelement mit den im Customizing hinterlegten Leistungen dokumentiert ist. Die daraus generierte Prozedur erhält als Prozedurendatum das Aufnahmedatum des Falles.

Berücksichtigung der Exklusiva 9-65 bis 9-68

Gemäß OPS 2014 dürfen Behandlungstage mit Behandlungen aus dem Bereich 9-65 bis 9-68 nicht einer Behandlung aus dem Bereich 9-800 zugerechnet werden. Für die Prozedurenregel P15 bedeutet dies, dass Tage, an denen eine für die Bereiche 9-65 bis 9-68 definierte Leistung dokumentiert ist, bei der Generierung einer Prozedur aus dem Bereich 9-800 nicht berücksichtigt werden, obwohl ggf. eine entsprechende Leistung gefunden wird.

Beachten Sie: Die Exklusiva 9-65 bis 9-68 der Prozedurenregel P15 werden durch die als Vorlage ausgelieferten Prozedurenregeln P7, P8 und P9 generiert. Da die Prozedurenregeln P7, P8 und P9 individuell angepasst ggf. unter einem anderen Regelnamen im System vorhanden sein können, muss der Regel P15 die entsprechenden Regelnamen bekannt gemacht werden. Im Include LNPROC_SERVICETOP sind dafür die Konstanten c_p7_rule, c_p8_rule und c_p9_rule  hinterlegt. Ändern Sie hier ggf. die hinterlegten Regelnamen 'P7', 'P8' und 'P9'.

...Leistungsdokumentation mit Fallklassifikation

Zur Kennzeichnung von Perioden einer Behandlung bei substanzbedingten Störungen steht die zusätzliche interne Klassifikationsart '63' (spezifische qualifizierte Entzugsbehandlung) zur Verfügung. Damit können Sie eine eigene Klassifikationsart definieren und die Periode(n) einer Behandlung bei substanzbedingten Störungen innerhalb eines Falles kennzeichnen. Bei Verwendung dieser Fallklassifikation zeigt die Prozedurenregel P15 das folgende zusätzliche Verhalten:

  • die Prozedurenregel berücksichtigt nur entsprechende Leistungen, die innerhalb einer Klassifikationsperiode dokumentiert sind. Findet die Prozedurenregel relevante Leistungen außerhalb einer Klassifikationsperiode, wird die Meldung NPROC_RULES034 ("... Fall... mit Leistungen außerhalb der Fallklassifikation...") ausgegeben und diese Leistungen nicht gezählt.
  • die Prozedurenregel prüft die in den Mindestmerkmalen der Prozedur 9-800 definierte Regelung: "... mindestens zwei Verfahren an Fachtherapien pro Woche". Findet die Prozedurenregel weniger als zwei relevante Leistungen, wird die Meldung NPROC_RULES035 ("... Fall... ohne ausreichende Leistungsmenge in der Klassifikation.") ausgegeben und diese Leistungen nicht gezählt.
  • die fallbezogene generierte Prozedur erhält als Prozedurendatum das Startdatum der ersten bzw. einzigen Klassifikationsperiode.

Berücksichtigung der Exklusiva 9-65 bis 9-68

Gemäß OPS 2014 dürfen Behandlungstage mit Behandlungen aus dem Bereich 9-65 bis 9-68 nicht einer Behandlung aus dem Bereich 9-800 zugerechnet werden. Für die Prozedurenregel P15 bedeutet dies, dass Tage, an denen eine für die Bereiche 9-65 bis 9-68 definierte Leistung dokumentiert ist, bei der Generierung einer Prozedur aus dem Bereich 9-800 nicht berücksichtigt werden, obwohl ggf. eine entsprechende Leistung gefunden wird.

Beachten Sie: Die Exklusiva 9-65 bis 9-68 der Prozedurenregel P15 werden durch die als Vorlage ausgelieferten Prozedurenregeln P7, P8 und P9 generiert. Da die Prozedurenregeln P7, P8 und P9 individuell angepasst ggf. unter einem anderen Regelnamen im System vorhanden sein können, muss der Regel P15 die entsprechenden Regelnamen bekannt gemacht werden. Im Include LNPROC_SERVICETOP sind dafür die Konstanten c_p7_rule, c_p8_rule und c_p9_rule hinterlegt. Ändern Sie hier ggf. die hinterlegten Regelnamen 'P7', 'P8' und 'P9'.

...Fallklassifikation ohne Leistungsdokumentation

Mit dem nachfolgend beschriebenen Vorgehen können Sie auf eine Leistungsdokumentation zur Generierung einer Prozedur aus dem Bereich 9-800 verzichten und zusätzlich die Exklusiva-Definition des OPS 2014 berücksichtigen:

  • Sie verwenden die für die Prozedurenregeln P15 definierte Fallklassifikation zur Kennzeichnung der entsprechenden Behandlungsperioden einer spezifischen Behandlung bei substanzbedingten Störungen (QEB-Fallklassifikation)
  • Sie dokumentieren das Leistungsgeschehen durchgehend mit den für die Bereiche 9-65 bis 9-68 (P7, P8 und P9) definierten Leistungen. Eine Leistungsdokumentation unter Verwendung einer eigenständigen Triggerleistung für die Prozedurenregeln P15 wird nicht benötigt.
  • Die Prozedurenregel P7, P5 und P9 reagieren auf Behandlungsperioden mit QEB-Fallklassifikation insofern, als dass die in diesen Perioden dokumentierten Leistungen nicht für die Generierung einer Prozedur der jeweiligen Bereiche 9-65 bis 9-68 herangezogen werden. Dabei wird der ggf. geforderte 7-Tages-Rhythmus  durch eine QEB-Fallklassifikation unterbrochen.
  • Die  Prozedurenregeln P15 reagiert auf Behandlungsperioden mit QEB-Fallklassifikation so, dass die Anzahl der Tage einer QEB-Fallklassifikation direkt für die Generierung eines Prozedurencodes aus den Bereichen 9-800 zählen. Auf eine weitergehende Prüfung von Mindestmerkmalen, wie 'Anzahl von Therapieelementen' oder 'verschiedene Berufsgruppen' wird im Standard verzichtet.

Beachten Sie, dass das Customizing für die Prozeduregel P15 weiterhin nötig ist. Die dort eingeführten selbst definierten Triggerleistungen dienen jedoch nur noch zur Erkennung der jeweiligen Prozedur und müssen nicht mehr für die Leistungsdokumentation verwendet werden.

Beachten Sie weiterhin, dass der Einsatz dieses Lösungskonzeptes unter alleiniger Verwendung einer QEB-Fallklassifikation ohne entsprechende Triggerleistung für die Bereich 9-700 und 9-800 eine zusätzliche Altersprüfung in den Regeln P14 und P15 nötig macht, um beim parallelen Einsatz beider Regeln für Erwachsene und Kinder/Jugendliche eine Doppelgenerierung sowohl von Prozeduren aus dem Bereich 9-700 als auch aus dem Bereich 9-800 zu vermeiden. Prüfen Sie dazu die form CHECK_AGE_FOR_RULE im Include LNPROC_SERVICEF01 auf die gewünschte Altersabfrage sowie die Regelbezeichnungen für die Regeln P14 und P15 und passen Sie das Coding entsprechend an.

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Prozedurenregel P16 (OPS 1-904)

Die Prozedurenregel P16 bildet die mit Hilfe von Leistungen dokumentierte aufwendige Diagnostik bei Kindern und Jugendlichen von min. 4 Einheiten von jeweils mind. 25 min. pro Tag als OPS 1-904 ab. Dabei wird für jeden Tag, für den diese Mindestbedingungen zutreffen, eine Prozedur generiert.

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (nicht zeitbasiert) - Beispiel: L1-904ZP 
    • keine Mengeneinheit im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl dokumentierter Diagnostikleistungen von jeweils mind. 25 min.
    • die Prozedurenregel addiert die Leistungsmengen eines Tages und generiert die Prozedur 1-904 für diesen Tag, wenn die Tagessumme 4 oder mehr beträgt
  • Zeitpunktleistung (zeitbasiert) - Beispiel: L1-904
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl von Minuten der Leistungserbringung
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Leistungen pro Tag, wenn die Einzelleistungsmenge 25 min. oder mehr beträgt und generiert die Prozedur 1-904 für diesen Tag, wenn die Tagessumme 100 min. oder mehr beträgt
    Zeitraumleistung - Beispiel L1-904ZR
    • keine Mengeneinheit im Leistungsstamm (implizit min.)
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung; zeitliche Überschneidungen der einzelnen Leistungen nicht erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Leistungen pro Tag, wenn die Einzelleistungsmenge 25 min. oder mehr beträgt und generiert die Prozedur 1-904 für diesen Tag, wenn die Tagessumme 100 min. oder mehr beträgt 

Customizing

  • Bezug = Tag; die generierte Prozedur erhält Datum und Zeit der Bewegung, die der Leistung zugeordnet ist
  • Verwenden Sie eine der o.a. selbstdefinierten Leistungen, die Sie im Customizing der Tabelle TNPROC_SERVICE entsprechend eintragen.

Beispiel-Customizing

RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezug
P16L1-904ZP1-9044 Tag
P16L1-9041-904100min.Tag
P16L1-904ZR1-904100 Tag

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Prozedurenregel P17 (OPS 9-645.xy)

Die Prozedurenregel P17 bildet den als Leistung dokumentierten komplexen Entlassungsaufwand bei psychischen und psychosomatischen Störungen und Verhaltensstörungen bei Erwachsenen als OPS 9-645.xy ab. Dabei wird der zeitliche Aufwand in Stunden pro Fall für die beiden Behandlungsgruppen Spezialtherapeuten/pflegerische Fachpersonen und Ärzte/Psychologen ermittelt und bei der Rolle mit überwiegendem Anteil dokumentiert. In den variablen Angaben der Prozedur werden die folgenden Informationen abgebildet:

  • x: Rolle des Erbringers (Spezialtherapeuten/pflegerische Fachpersonen oder Ärzte/Psychologen)
  • y:  zeitlicher Aufwand in Stunden pro Fall.

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (zeitbasiert)
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl von Minuten der Leistungserbringung
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Leistungen pro Rolle und generiert die OPS 9-645 zum Entlassungsdatum bzw. der chronologisch letzten Bewegung des Falles bei der Rolle mit dem überwiegenden zeitlichen Anteil, wenn die Summe mehr als 300 min. beträgt.
  • Zeitraumleistung
    • keine Mengeneinheit im Leistungsstamm (implizit h)
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung; zeitliche Überschneidungen der einzelnen Leistungen nicht erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Leistungen pro Rolle und generiert die OPS 9-645 zum Entlassungsdatum bzw. der chronologisch letzten Bewegung des Falles bei der Rolle mit dem überwiegenden zeitlichen Anteil, wenn die Summe mehr als 5 h beträgt
  • Leistungen ohne mindestens eine Rollenangabe werden nicht berücksichtigt.
  • Die Dokumentation der parallelen Leistungserbringung von mehreren Rollen im selben Zeitraum ist dadurch möglich, dass bei der Einzelleistung bis zu 12 Rollen dokumentiert werden können, die von der Prozedurenregel berücksichtigt werden.
  • Leistungsmengen von Ärzten und Psychologen innerhalb eines Tages werden unter der Rolle 'Arzt' summiert.
  • Leistungsmengen von Spezialtherapeuten/pflegerischen Fachpersonen innerhalb eines Tages werden unter der Rolle 'Spezialtherapeut' summiert.
  • Sie können mehrere unterschiedliche Leistungen zur weiteren Differenzierung des Leistungsgeschehens einer kriseninterventionellen Behandlung verwenden, wenn für diese Leistungen entsprechende Customizingeinträge existieren. Die Leistungsmenge eines Tages in der gleichen Rolle wird dabei unter der alphabetisch ersten im Customizing gefundenen Leistung addiert und ausgewertet.

Customizing

  • Bezug = Bewegung
  • Rolle = Arzt (stellvertretend für Arzt/Psychologe) oder Therapeut (stellvertretend für Spezialtherapeut/pflegerische Fachperson)

Beispiel-Customizing

RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezugRolle RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezugRolle
P17L9-6459-645.00300min.BewegungTherapeut P17L9-6459-645.10300min.BewegungArzt
P17L9-6459-645.01600min.BewegungTherapeut P17L9-6459-645.11600min.BewegungArzt
P17L9-6459-645.02900min.BewegungTherapeut P17L9-6459-645.12900min.BewegungArzt

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Prozedurenregel P18 (OPS 9-692.xy)

Die Prozedurenregel P18 bildet den als Leistung dokumentierten komplexen Entlassungsaufwand bei psychischen und psychosomatischen Störungen und Verhaltensstörungen bei bei Kindern und Jugendlichen als OPS 9-692.xy ab. Dabei wird der zeitliche Aufwand in Stunden pro Fall für die beiden Behandlungsgruppen Spezialtherapeuten/pflegerische Fachpersonen und Ärzte/Psychologen ermittelt und bei der Rolle mit überwiegendem Anteil dokumentiert. In den variablen Angaben der Prozedur werden die folgenden Informationen abgebildet:

  • x: Rolle des Erbringers (Spezialtherapeuten/pflegerische Fachpersonen oder Ärzte/Psychologen)
  • y:  zeitlicher Aufwand in Stunden pro Fall.

Leistungsstamm/Leistungserfassung

  • Zeitpunktleistung (zeitbasiert)
    • Mengeneinheit = min. im Leistungsstamm
    • Menge = Anzahl von Minuten der Leistungserbringung
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Leistungen pro Rolle und generiert die OPS 9-692 zum Entlassungsdatum bzw. der chronologisch letzten Bewegung des Falles bei der Rolle mit dem überwiegenden zeitlichen Anteil, wenn die Summe mehr als 300 min. beträgt.
  • Zeitraumleistung
    • keine Mengeneinheit im Leistungsstamm (implizit h)
    • keine Mengenangabe bei der Leistungserfassung
    • mindestens 1 sec zwischen Beginn und Ende der Leistung; zeitliche Überschneidungen der einzelnen Leistungen nicht erlaubt
    • die Prozedurenregel summiert die Dauer der dokumentierten Leistungen pro Rolle und generiert die OPS 9-692 zum Entlassungsdatum bzw. der chronologisch letzten Bewegung des Falles bei der Rolle mit dem überwiegenden zeitlichen Anteil, wenn die Summe mehr als 5 h beträgt
  • Leistungen ohne mindestens eine Rollenangabe werden nicht berücksichtigt.
  • Die Dokumentation der parallelen Leistungserbringung von mehreren Rollen im selben Zeitraum ist dadurch möglich, dass bei der Einzelleistung bis zu 12 Rollen dokumentiert werden können, die von der Prozedurenregel berücksichtigt werden.
  • Leistungsmengen von Ärzten und Psychologen innerhalb eines Tages werden unter der Rolle 'Arzt' summiert.
  • Leistungsmengen von Spezialtherapeuten/pflegerischen Fachpersonen innerhalb eines Tages werden unter der Rolle 'Spezialtherapeut' summiert.
  • Sie können mehrere unterschiedliche Leistungen zur weiteren Differenzierung des Leistungsgeschehens einer kriseninterventionellen Behandlung verwenden, wenn für diese Leistungen entsprechende Customizingeinträge existieren. Die Leistungsmenge eines Tages in der gleichen Rolle wird dabei unter der alphabetisch ersten im Customizing gefundenen Leistung addiert und ausgewertet.

Customizing

  • Bezug = Bewegung
  • Rolle = Arzt (stellvertretend für Arzt/Psychologe) oder Therapeut (stellvertretend für Spezialtherapeut/pflegerische Fachperson)

Beispiel-Customizing

RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezugRolle RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezugRolle
P18L9-6929-692.00300min.BewegungTherapeut P18L9-6929-692.10300min.BewegungArzt
P18L9-6929-692.01600min.BewegungTherapeut P18L9-6929-692.11600min.BewegungArzt
P18L9-6929-692.02900min.BewegungTherapeut P18L9-6929-692.12900min.BewegungArzt

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Prozedurenregel P19 (OPS 9-646.x)

Die Prozedurenregel P19 bildet den mit Hilfe einzelner Leistungen für die im OPS 2014 angegebenen  Mindestmerkmale dokumentierten erhöhten Aufwand bei drohender oder bestehender psychosozialer Notlage bei Erwachsenen pro Fall als OPS 9-646.x ab. Die variable Position der Prozedur verschlüsselt dabei die Anzahl der zu klärenden bzw. regelnden Mindestmerkmale.

Leistungsstamm/Leistungserfassung

Mit Hilfe von vier Zeitpunktleistungen zur Abdeckung der im OPS 2014 angegebenen Mindestmerkmale sowie einer Zeitpunktleistung, die zur Summation der Mindestmerkmale und Abbildung der verschiedenen Prozeduren 9-646.x im Customizing dient, lassen sich die Dokumentationsanfordernisse individuell abdecken. Damit können Sie die einzelnen Mindestmerkmale - auch mehrfach - mit Hilfe der Leistungserfassung dokumentieren. Zur Ermittlung der Leistungsmenge zählt die Prozedurenregel dann eine mehrfach vorkommende Mindestmerkmal-Leistung nur einmal.

Customizing

  • Verwenden Sie pro Mindestmerkmal eine individuelle Zeitpunktleistung ohne weiteren Bezug mit Menge 1, z.B.:
    • L9-646FNOT: Klärung und Regelung gravierender finanzieller Notlagen
    • L9-646ERWERB: Klärung und Regelung bei unmittelbar drohender oder eingetretener Erwerbslosigkeit
    • L9-646WOHN: Klärung und Regelung der Wohnsituation
    • L9-646VERS: Klärung und Regelung der Weiterversorgung abhängig betreuter Angehöriger
  • Verwenden Sie eine individuelle Summenleistung mit Fallbezug für die eigentliche Abbildung der mengenspezifischen Prozedurencodes. z.B.:
    • L9-646: Erhöhter Aufwand bei drohender oder bestehender psychosozialer Notlage bei Erwachsenen
    • Bezug = Fall

 

Beispiel-Customizing

RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezug RegelLeistungOP-CodeMenge vonMEBezug
P19L9-646FNOT9-6461    P19L9-6469-646.0 1 Fall
P19L9-646ERWERB9-6461    P19L9-646 9-646.1  2 Fall 
P19L9-646WOHN9-6461    P19L9-646 9-646.2  3 Fall 
P19L9-646VERS9-6461    P19L9-646 9-646.3  4 Fall 

Beachten Sie, dass der OP-Code 9-646 hier nur als Trigger-Code dient und in dieser Form im Prozedurenkatalog nicht verwendet wird.

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